Ätherische Öle. Wenn Weihnachten duftet

Die stillste Zeit des Jahres ist zugleich die mit einer Vielfalt an herrlichen Gerüchen. Ob gebrannte Mandeln, Bratäpfel, frische Kekse oder Weihrauch – die Nase wird allerorts reichlich verwöhnt. Mit dazu gehören selbstverständlich ätherische Öle, die weit mehr können, als nur wunderbar zu duften.

Kleine Fläschchen, große Wirkung

Warum Gerüche uns sowohl positiv als auch negativ beeinflussen, ist leicht erklärt: Die Rezeptoren in unserer Nase sind direkt mit dem limbischen System verbunden, das für die Verarbeitung unserer Emotionen verantwortlich zeichnet. So bieten aus Samen, Blüten oder den Ölzellen des Blattes gewonnene ätherische Öle eine natürliche Möglichkeit, dem Winterblues Einhalt zu gebieten und ebenso die Symptome von Erkältungskrankheiten zu lindern. Doch zum einen ist Öl nicht gleich Öl und zum anderen sollte man unbedingt einige wesentliche Dinge bei der Anwendung beachten.

Das richtige Öl

Dieses findet man in jedem Fall in der Rat & Tat Apotheke. Hier kann man sich sicher sein, nur allerhöchste Qualität aus geprüfter Produktion zu erhalten. Denn nicht alles, was am Weihnachtsmarkt gut riecht, ist wirklich gut. Manche dort erhältliche, günstige Öle sind aromatisiert oder gar chemischen Ursprungs und können zu unerwünschten Wirkungen (Kopfschmerzen, Verstimmungen etc.) führen. Achten Sie daher unbedingt auf das Etikett! Fehlen wesentliche Informationen, wie Angaben zu Inhaltsstoffen oder der Hersteller, verzichten Sie besser auf deren Kauf!

Die richtige Anwendung

Ätherische Öle können eingeatmet, auf die Haut aufgetragen oder eingenommen werden. Wir nehmen sie über die Lunge oder die Schleimhäute von Nase, Mund, Magen oder Darm auf und schon entfalten sie ihre Wirkung. Am besten, Sie lassen sich umfassend in Ihrer Rat & Tat Apotheke beraten, denn obwohl sie natürlichen Ursprungs sind, können die stark konzentrierten Öle ungewollte Reaktionen, wie Hautausschläge oder Schleimhautreizungen, verursachen. Besondere Vorsicht ist bei Säuglingen und Kleinkindern geboten. Unverdünntes Campher- oder Menthol-Öl kann bei ihnen unter Umständen zu lebensbedrohlichen Atemproblemen führen!

Welches Öl für welchen Zweck

Die Einsatzgebiete für ätherische Öle sind extrem breit gefächert. So eignen sich bei Erkältungskrankheiten etwa Eukalyptus und Menthol, um wieder frei durchzuatmen. Thymian und Latschenkiefer wirken schleimlösend und zugleich antibakteriell.

Lavendel hingegen sorgt für Entspannung sowie Ausgeglichenheit und hilft beim Einschlafen. Ebenso beruhigenden Einfluss haben Melisse und Kamille, während Zitrone und Limette eher stimulieren. Hat man beim Weihnachtsschmaus zu viel gegessen, helfen verdauungsfördernde Öle wie Anis, Kümmel oder Fenchel. Ideal für weihnachtliche Stimmung: die Evergreens Orange und Tanne.

Eigene Mischungen zur Pflege

Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Als Basis für die eigenen Öle ist z. B. Mandelöl hervorragend geeignet, dem dann unterschiedlich viele Tropfen der gewünschten Komponenten zugesetzt werden. Prinzipiell sollte man jedoch nicht mehr als vier verschiedene Öle verwenden und insgesamt maximal 10 Tropfen zugeben. Für eine herrlich entspannende Massage geben Sie 5 Tropfen Lavendel und 5 Tropfen Kamille in 10 ml Mandelöl. Ein wichtiger Tipp: Sollen ätherische Öle ein Vollbad duftend bereichern, muss man sie zuerst mit einem natürlichen Emulgator (z. B. Obers, Honig) mischen, damit sie nicht nur auf der Oberfläche schwimmen, sondern sich im Wasser verteilen.

Ihre Rat & Tat Apothekerinnen und Apotheker beraten Sie gerne zu den unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten sowie zur richtigen Handhabung und Wirkung jedes einzelnen Öls.