Bewegungsapparat

Halten Sie einmal kurz inne und beachten Sie, wenn Sie weitergehen oder den Arm heben, was in Ihrem Körper abläuft. Das, was wir als so selbstverständlich wahrnehmen, ist ein unglaubliches Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Knochen.

Stützen und Bewegen

Listet man sämtliche Knochen und Gelenke unseres Stützapparates auf, kommt man auf beeindruckende 340 Teile, die das „Grundgerüst“ des Körpers bilden. Neben dem Skelett gibt es noch den sogenannten Knorpel, der weicher ist und sowohl formgebende (Ohrmuschel) als auch abfedernde (Bandscheiben) Funktionen hat. Um unsere Gliedmaßen in die gewünschte Position zu bringen, brauchen wir Skelett-Muskeln, die gemeinsam mit den Knochen und Gelenken unseren Bewegungsapparat bilden. Sie bestehen aus Muskelfasern, welche aus Muskelfibrillen – und die wiederum aus Proteinen – aufgebaut sind. Um die Zusammenarbeit von Muskeln und Knochen zu ermöglichen, braucht es Verbindungen zwischen beiden Elementen, und die bilden unsere Sehnen. Diese dicht gepackten Kollagenfasern sind mit den Muskeln sowie den entsprechenden Knochen verwachsen und garantieren uns ein „bewegtes“ Leben. Da unsere Sehnen zum Teil extremen Kräften ausgesetzt werden, verfügen die besonders langen unter ihnen über einen speziellen Schutz, die sogenannten Sehnenscheiden. Sie reduzieren den Reibungswiderstand mit dem Gewebe und schützen so vor Abnützung.

Muskeln und Bänder

Der Bewegungsapparat wird in seinen Grundzügen bereits im Mutterleib angelegt. So können wir uns gleich nach der Geburt schon strecken, krümmen und regen. Seine volle Funktionsfähigkeit erhält er allerdings erst nach und nach durch regelmäßige Nutzung sowie körperliches Training. Das Besondere daran: Ein Muskel kann sich nur zusammenziehen – man spricht von „kontrahieren“ –, aber nicht strecken. Aus diesem Grund benötigen wir jeweils zwei Muskeln, wovon einer praktisch als Gegenspieler (Antagonist) fungiert. Wollen wir etwa den Ellenbogen abbiegen, muss sich der Bizeps am Oberarm zusammenziehen, ist eine Streckung gewünscht, wird der Bizeps entspannt und der Trizeps an der Unterseite des Oberarmes kontrahiert. Die Dreh- und Angelpunkte unserer Knochen, unsere Gelenke, sind durch Bänder geschützt, um ein Überstrecken zu verhindern. Die bekanntesten dieser Stabilisatoren befinden sich im Knie, wo sie als Kreuzbänder für einen stabilen Stand sorgen und ein Wegknicken nach außen oder innen verhindern. Gerade die Bänder im Knie werden extremen Belastungen ausgesetzt und können auch reißen. Solche Verletzungen setzen z. B. Sportler, wie Skifahrer und Fußballer, leider regelmäßig für mehrere Monate außer Gefecht.

Vom ersten Gang zur Automatik

Ein Großteil unserer Bewegungen läuft praktisch von selbst ab, wobei man hier willkürliche und unwillkürliche Bewegungen unterscheidet. Die meisten Dinge, die wir als Babys erst lernen mussten, wie die ersten Schritte zu tun, haben wir mittlerweile verinnerlicht und sie passieren einfach. Wenn wir laufen wollen, bewegen wir uns, wenn wir stehen wollen, bleiben wir auf einem Fleck – ganz ohne viel dazutun zu müssen. Unser Gehirn steuert die beteiligten Muskelpartien automatisch und erteilt ihnen die Befehle zur Kontraktion oder zum Nichtstun. Wir können jedoch jederzeit die Kontrolle über solche unwillkürlichen Vorgänge übernehmen und z. B. jeden Schritt ganz bewusst steuern. Es gibt allerdings Bewegungen, die ohne unser Gehirn funktionieren: Reflexe. Dabei handelt es sich um Schutzmechanismen, die sich im Laufe der Evolution entwickelt haben und die uns vor Gefahren, etwa auf der Flucht, schützen. Einer davon ist der Kniesehnenreflex, welcher mithilfe eines kleinen Schlages unterhalb der Kniescheibe getestet werden kann. In diesem Fall streckt sich das Bein, ohne dass wir etwas dagegen tun können, weil die Information nicht erst im Gehirn verarbeitet werden muss, sondern die Aktion bereits im Rückenmark ausgelöst wird. In diesem speziellen Fall ist es unverzichtbar, denn wenn wir z. B. nach einem Sprung aufkommen, würden die Reizübermittlung ins Gehirn und die anschließende Gegenreaktion viel zu lange dauern, um uns vor einem Hinfallen zu schützen. Diese wichtige Reizumleitung wird Reflexbogen genannt. Zu beobachten ist dies auch beim Griff auf die heiße Herdplatte: Bevor wir über unser Gehirn den eigentlichen Schmerz überhaupt wahrnehmen, ziehen wir die Hand bereits weg und schützen uns so vor schlimmeren Verletzungen.

Muskeln – Abbau und Aufbau

Unsere Muskeln besitzen eine spezielle Gewebestruktur, deren Zustand extrem mit ihrer Nutzung zusammenhängt. Wird ein Muskel über einige Zeit nicht verwendet, schrumpft bzw. verkümmert er. So kann bereits eine Woche Bettruhe einen Verlust von bis zu 1,5 kg Muskelmasse nach sich ziehen. Besonders eindrucksvoll ist dieser Rückgang allerdings bei ruhiggestellten Gliedmaßen zu beobachten. Der Vergleich von gesundem und über eine Woche eingegipstem Bein ist fast beängstigend und zeigt eindrucksvoll den schnell fortschreitenden Muskelabbau. Deshalb gilt es nach Operationen, Knochenbrüchen, Krankheit oder sonstiger Immobilität, möglichst schnell mit dem körperlichen Training zu beginnen und die Muskeln wieder aufzubauen. Dabei helfen regelmäßige Bewegung, wie flottes Gehen, Schwimmen und Radfahren, sowie die von den Physiotherapeuten empfohlenen Übungen, die dazu beitragen, die Muskeln zu revitalisieren.

Neben der äußerlichen Unterstützung kann der Muskelaufbau auch über die Ernährung gefördert werden. Hierzu am besten geeignet sind eine eiweißreiche Kost und die zusätzliche Zufuhr von Proteinen, die einen wesentlichen Grundbaustein unserer Muskeln bilden. Ideal zur Ergänzung eignen sich z. B. die ApoLife Eiweiß-Shakes aus der Rat & Tat Apotheke. Sie lassen sich ganz einfach in fettarmer Milch anrühren und sorgen in den köstlichen Geschmacksrichtungen Schoko, Vanille, Erdbeere und Cappuccino für eine optimale Protein-Versorgung.

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