Fachinterview: Frühjahrsmüdigkeit

Kaum ist die Winterdepression Geschichte, beginnt für viele Menschen schon die nächste belastende Zeit – das Frühjahr. Die Blumen fangen an zu blühen, die Natur erwacht und bei Allergiegeplagten stellen sich die unterschiedlichsten Beschwerden ein, denen in dieser Ausgabe sogar ein eigener Artikel gewidmet ist. In unserem Fachinterview hingegen möchten wir einem anderen Phänomen, der Frühjahrsmüdigkeit, genauer auf den Grund gehen. Dazu haben wir Frau Mag. Reitbauer, Rat & Tat Apothekerin aus Gänserndorf, gebeten, uns ein paar Fragen zu diesem wichtigen Thema zu beantworten.

Frau Mag. Reitbauer, was bedeutet eigentlich „Frühjahrsmüdigkeit“?

Auch wenn wir von Frühjahrsmüdigkeit sprechen, sind die Beschwerden zumeist nicht nur auf dieses Symptom beschränkt, sondern umfassen mehrere Dinge wie etwa Abgeschlagenheit, fehlenden Antrieb, Wetterfühligkeit, Gereiztheit sowie Schwindel und Kreislaufprobleme. Das Ganze beginnt mit den ersten warmen Tagen im Jahr im März bzw. April und dauert etwa zwei bis vier Wochen, bis sich der Körper an die höheren Temperaturen gewöhnt und der Biorhythmus angepasst hat.

Ist also nur die Temperatur ausschlaggebend?

Nein, es sind mehrere Faktoren beteiligt, wobei die genauen Ursachen nach wie vor nicht komplett erforscht sind. Neben den steigenden Gradzahlen spielen die zunehmenden längeren Tage sowie das ständig wechselnde Wetter ebenfalls eine gewisse Rolle. Einen speziellen Aspekt stellt auf alle Fälle der Hormonhaushalt dar. Das körpereigene „Schlafhormon“ Melatonin wird im dunklen Winter verstärkt gebildet und ist im Frühjahr vermehrt im Organismus anzutreffen. Im Gegensatz dazu ist das „Glückshormon“ Serotonin, das der Körper in erster Linie bei Licht bildet, noch nicht ausreichend vorhanden.

Gibt es Personen, die besonders betroffen sind?

Dazu sollten wir uns zuerst die Vorgänge im Organismus ansehen, die dabei ablaufen. Der Körper reagiert beispielsweise, indem sich die Blutgefäße erweitern, wodurch der Blutdruck sinkt. Deshalb haben speziell Menschen mit ohnehin niedrigem Blutdruck im Frühjahr Probleme. Es sind tendenziell mehr Frauen als Männer, ältere Personen und an Hypotonie Leidende, bei denen die Symptome verstärkt auftreten. Man sollte also seinen Blutdruck vermehrt im Blick haben und im Fall des Falles mit dem Hausarzt sprechen.

Kann man prinzipiell etwas gegen Frühjahrsmüdigkeit unternehmen?

Da gibt es einige Möglichkeiten. Wie bereits erwähnt, sind fehlendes Sonnenlicht und ein niedriger Blutdruck Faktoren, die zu den bekannten Beschwerden führen. Hier kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mit viel Bewegung an der frischen Luft den Kreislauf sowie durch die Sonne die Serotonin-Produktion ankurbeln. Zudem gewöhnt sich der Körper im Freien schneller an die gestiegenen Temperaturen. Ebenfalls empfehlenswert ist es, den Tag mit Kalt-Warm-Duschen zu beginnen, um den Kreislauf richtig in Schwung zu bringen.

Spielt eigentlich auch die Ernährung eine Rolle?

Selbstverständlich. Speziell in der kalten Jahreszeit neigen wir dazu, uns eher fettreich zu ernähren – und das nicht nur während der Weihnachtsfeiertage. Demnach gilt es, die Kost in der Vorbereitung auf den Frühling wieder umzustellen. Achten Sie darauf, vitamin- und eiweißreiches Essen zu genießen und vor allem viel zu trinken, am besten einfach reines Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Kräutertees. Darüber hinaus können Sie Ihrem Körper natürlich mit Produkten aus der Rat & Tat Apotheke den Start ins Frühjahr etwas erleichtern und ihn mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und vielem mehr unterstützen.

Können Sie einige Präparate empfehlen?

Bei den Rat & Tat Eigenprodukten gibt es viele Nahrungsergänzungsmittel, die bei einem Mangel wertvolle Hilfe bringen. Für die Frühjahrsmüdigkeit im Speziellen würde ich ApoLife 17 Mentale Balance empfehlen. Es enthält eine natürliche Vorstufe von Serotonin aus der Afrikanischen Schwarzbohne und hilft so bei der Umstellung von der dunklen zur hellen Zeit. Vitamin B6 bekämpft die Müdigkeit und das Phosphatidylcholin der Sojabohne gleicht Stimmungsschwankungen aus.

Vitamin B6 ist ein gutes Stichwort. Welche Vitamine helfen sonst noch?

Im Prinzip sind alle B-Vitamine empfehlenswert, die Sie mit ApoLife 5 Vitamin-B Komplex in einer optimal zusammengestellten Kombination erhalten. Damit wirken Sie Müdigkeit, Abgespanntheit, Reizbarkeit und Durchblutungsstörungen entgegen. Darüber hinaus hilft Vitamin D3 dabei, den Serotonin-Spiegel zu erhöhen. Das gibt es als ApoLife 36 Vitamin D3 in Kapselform oder als ApoLife Vitamin D3 Tropfen.

Haben Sie in dieser Hinsicht noch Tipps fürs Immunsystem?

Wie schon erwähnt, unterstützen Sie mit viel Bewegung an der frischen Luft nicht nur das Erzeugen körpereigener „Glückshormone“, sondern tun auch dem Kreislauf etwas Gutes und stärken die Abwehrkräfte. Wer diese von innen pushen möchte, kann Vitamin C- und Zink-Präparate einnehmen. Die gibt es als ApoLife 27 Zink plus oder als ApoLife Zink Lutschtabletten jeweils mit wichtigem Vitamin C. Beide Stoffe werden im Winter verstärkt verbraucht und fehlen uns dadurch im Frühjahr. Ebenfalls empfehlenswert sind die drei ApoLife Tonika aktivierend für Energie und Aktivität, stärkend für Kreislauf und Immunsystem sowie beruhigend für Entspannung und Schlaf.

Kann mehr Schlaf hilfreich sein?

Besonders wichtig ist vor allem ein regelmäßiger Schlafrhythmus, und auch das gute alte Mittagsschläfchen kommt als Powernapping nicht umsonst wieder mehr und mehr in Mode. Aber Vorsicht: Diese Entspannungsphasen untertags sollten nicht länger als 20 Minuten dauern, sonst erreicht man eher den gegenteiligen Effekt! Ist man von Natur aus sensibel, was Schlafstörungen angeht, gilt es, das tägliche Zubettgehen relativ genau zu timen und jeweils maximal eine Stunde früher oder später schlafen zu gehen. Das Zimmer immer gut lüften und nach Möglichkeit nicht mit TV-Berieselung einschlafen sowie das Handy während der Nachtruhe aus dem Zimmer verbannen.

Und falls gar nichts hilft bzw. die Symptome länger andauern?

In diesem Fall ist es ratsam, sich an den Hausarzt zu wenden. Denn selbst wenn die Beschwerden auf eine aktuelle Frühjahrsmüdigkeit hindeuten, können unter Umständen ebenso andere Erkrankungen die Auslöser sein. Hier also besser nichts riskieren! Und ein regelmäßiger Check der eigenen Gesundheit kann sowieso nie schaden.

Frau Mag. Reitbauer, wir danken Ihnen für das Gespräch!