Keine Wirkung ohne Nebenwirkung

Ob rezeptfreies Präparat oder verschreibungspflichtiges Medikament – jedes wirkungsvolle Mittel beeinflusst unseren Organismus und kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Im optimalen und bei Weitem häufigsten Fall jedoch sorgt es für eine rasche und effiziente Linderung der betreffenden Beschwerden, ohne dass die unangenehmen und zum Teil auch gefährlichen Begleiterscheinungen auftreten.

Warum gibt es überhaupt Nebenwirkungen?

Unser Körper ist eine extrem komplizierte Angelegenheit, in dem während jeder einzelnen Sekunde zahllose chemische und physikalische Prozesse ablaufen. Diese sind normalerweise exakt aufeinander abgestimmt und sorgen für eine einwandfreie Funktion. Greift man nun an einer Stelle entscheidend mit Medikamenten ein, ist es nahezu unmöglich, nicht gleichzeitig damit andere Prozesse zu beeinflussen. Diese unerwünschten Wirkungen werden dann leider manchmal als Nebenwirkung spürbar. Übrigens gibt es ebenso pflanzliche Präparate, die zum Teil die Wirkung von anderen Medikamenten stark beeinflussen. So kann eine Einnahme des vielseitigen Johanniskrautöls nicht nur die Wirksamkeit der Antibabypille, sondern auch von anderen Arzneimitteln reduzieren.

Der Beipackzettel

Egal, welches Arzneimittel man zur Hand nimmt, was sich da an Papier nach und nach entfaltet, ist oft wenig vertrauenserweckend. Allerdings beziehen sich die meisten Angaben in der Gebrauchsinformation auf rein statistische Wahrscheinlichkeiten. Vor der Zulassung eines neuen Medikamentes wird untersucht, welche Nebenwirkungen überhaupt auftreten können. Und alle diese Reaktionen müssen angeführt werden, auch wenn sie nur bei speziell gefährdeten Personengruppen beobachtet wurden.

Nutzen vs. Risiko

Rund jeder 20. entscheidet sich, wegen möglicher Nebenwirkungen auf die Einnahme einer Arznei zu verzichten. Ob dies im Endeffekt die richtige Wahl ist, sollte aufgrund von Erfahrungswerten und langjährigen Untersuchungen stark bezweifelt werden. Denn die durchschnittliche Lebenserwartung verringert sich durch Nebenwirkungen, auf die gesamte Bevölkerung gesehen, nur um 37 Minuten, während der Lebenszeitgewinn durch die gewünschte Hauptwirkung diesen Wert um das über 200.000-Fache übertrifft. 15 Jahre können den Betroffenen durch pharmakologische Erzeugnisse im Schnitt so zusätzlich „geschenkt“ werden.

Die häufigsten Nebenwirkungen

Die am öftesten anzutreffenden negativen Begleiterscheinungen nach der Einnahme von Medikamenten betreffen den Magen-Darm-Trakt. Verstopfung etwa wird speziell durch die in der Schmerztherapie eingesetzten Opioide verursacht, weshalb hier während einer Therapie Abführmittel, sogenannte Laxantien, gegeben werden.

Durchfall hingegen tritt bei vielen Menschen nach einer Antibiotika-Gabe auf, denn die Wirkstoffe machen keinen Unterschied zwischen gefährlichen Keimen und den nützlichen Darmbakterien, wodurch das wichtige Gleichgewicht im Verdauungstrakt gestört wird. Hier helfen Probiotika aus der Rat & Tat Apotheke, mit denen die Darmflora wieder aufgebaut werden kann. Besonders empfehlenswert ist dabei das in zwei Packungsgrößen erhältliche Eigenprodukt ApoLife 7 Darmflora akut.

Auch bei der Einnahme eines oralen Antidiabetikums mit dem Wirkstoff Metformin werden vor allem zu Beginn der Therapie manchmal Durchfall, Übelkeit und sogar Erbrechen beobachtet. Deshalb sollte dieses Arzneimittel stets vor dem Essen verabreicht werden, dann treten diese Nebenwirkungen deutlich seltener auf.

Ihre Rat & Tat Apothekerinnen und Apotheker wissen alles zu Medikamenten, den enthaltenen Wirkstoffen sowie möglichen Wechsel- und Nebenwirkungen. Geben Sie selbst beim Kauf vermeintlich harmloser Präparate immer an, welche Arzneimittel Sie sonst regelmäßig einnehmen und beachten Sie die Hinweise im Beipackzettel genau. Denn auch die Angaben zur Abstimmung mit Mahlzeiten oder Tageszeiten sind enorm wichtig, um zum einen die optimale Wirkung zu erzielen und zum anderen das Risiko von Nebenwirkungen auf ein Minimum zu reduzieren.