Muskeln und Faszien

Unser Bewegungsapparat ist ein Wunder der Natur. Wie viele verschiedene Faktoren dabei zusammenspielen, um Gehen, Laufen und Springen zu ermöglichen, wird uns immer erst dann bewusst, wenn ein Teil des perfekten Systems Probleme bereitet. Am Beispiel „Wandern“ etwa zeigt sich eindrucksvoll, was unser Körper alles leisten muss, wenn wir den unebenen Boden unter unseren Füßen ausgleichen, beim Bergabgehen kurz ins Rutschen geraten oder von Stein zu Stein springen. Neben dem Gleichgewichtssinn spielen hier vor allem jene Elemente eine große Rolle, die dem Skelett erst die Bewegung ermöglichen: unsere Muskeln. Sie sind wiederum von einem speziellen Bindegewebe – den Faszien – umgeben, und um diese beiden Dinge soll es nun gehen.

Unsere Muskeln

Wissen Sie, wie viele Muskeln in unserem Körper täglich ihre Arbeit verrichten? Es sind exakt 656(!), die je nach Funktion ganz unterschiedlich beschaffen sind. Der flächenmäßig größte Muskel ist der Rückenmuskel, vom Volumen her belegt der große Gesäßmuskel Platz eins. Am stärksten präsentiert sich der Kaumuskel, während der aktivste am Augenlid zu finden ist und auf immerhin rund 100.000 Kontraktionen pro Tag kommt. Bleibt noch der kleinste Muskel, der mit nur 0,27 mm im Ohr als Steigbügelmuskel seinen Dienst verrichtet.

Viele Muskeln – drei Arten

Man unterscheidet grundsätzlich drei Muskulatur-Arten: Die Skelettmuskulatur oder quergestreifte Muskulatur, welche willkürlich gesteuert werden kann und für die aktive Bewegung zuständig ist. Dann die glatte Muskulatur (Organmuskulatur), die unwillkürlich vom Nervensystem geregelt wird und nicht beeinflussbar ist. Sie findet man z. B. im Magen-Darm-Trakt, in der Blase oder in den Blutgefäßen. Eine Sonderform der quergestreiften Muskulatur stellt unsere Herzmuskulatur dar, die wie die glatte nicht gesteuert werden kann.

Rührt euch!

Die  quergestreifte Muskulatur, welche für den Bewegungsapparat zuständig ist, hat eine direkte Verbindung zum Gehirn. Jede Bewegung braucht einen Nervenreiz, den das Gehirn über das Rückenmark an die Muskulatur weiterleitet. Das löst eine sogenannte Reaktionskaskade aus, die zur Anspannung führt. Einzige Ausnahme: Reflexe. Dabei wird das Gehirn vom Rückenmark unterstützt und ihm die Arbeit praktisch abgenommen, um möglichst wenig Zeit zu verlieren. So müssen wir etwa nach einem Sprung zum Glück gar nicht daran denken, beim Aufkommen die Beinmuskulatur anzuspannen.

Bewegung ist wichtig

Mit den Jahren nimmt die Muskelmasse je nach Lebensumständen, sportlicher Betätigung etc. ab, was zu verschiedensten Beschwerden, wie etwa Rückenschmerzen, führen kann. Trainiert man hingegen regelmäßig die tiefe Rückenmuskulatur, wird der gesamte Bewegungsapparat viel besser stabilisiert. Das bedeutet nicht, dass man ein Abo im Fitness-Center braucht! Es gibt viele sehr einfache Übungen, die sich perfekt in Ihren Alltag integrieren lassen – fragen Sie doch einfach in Ihrer Rat & Tat Apotheke nach. Auch Personen, die unter Osteoporose leiden, profitieren enorm von gezieltem Krafttraining, da der Belastungsreiz positive Auswirkungen auf die Knochendichte hat. Also auch im fortgeschrittenen Alter nie ganz mit den körperlichen Aktivitäten aufhören, denn die Redewendung „Wer rastet, der rostet.“ kommt nicht von ungefähr.

Faszien

Vor wenigen Jahren wurde ihnen noch wenig Beachtung geschenkt. Doch mittlerweile beschäftigt man sich nun immer mehr mit diesem weißen, faserigen Bindegewebe, das sich wie ein Netz um Muskeln, Gelenkkapseln und innere Organe spannt. Sie sind zugleich Stütze und Formgeber, tragen aber ebenso zu einer reibungslosen Kraftübertragung bei. Faszien schwanken in ihrer Beschaffenheit und können entweder nur Bruchteile eines Millimeters oder auch zwei Zentimeter dick sein. Sie verfügen über Sinnes- und Schmerzrezeptoren und Veränderungen – Verdickungen und Verklebungen – verursachen zum Teil quälende, oft chronische Schmerzen. Die am häufigsten betroffenen Bereiche sind Rücken, Nacken, Schultern, Waden, Achillessehnen, Knie und Ellenbogen.

Ursachen und Hilfe

Grund für die schmerzhaften Verklebungen der Faszien können jahrelange Fehlhaltung oder Überbelastungen sein, aber auch ein Mangel an Bewegung. Linderung verschaffen Wärme sowie eine Faszienmassage, bei der das schmerzhafte Gewebe mit stärkerem Druck massiert wird, was teilweise jedoch alles andere als angenehm ist. Am besten, Sie handeln bereits zu einem frühen Zeitpunkt und starten mit einem speziellen Faszientraining. Hier bietet sich vor allem die mittlerweile recht bekannte Faszienrolle an:  eine feste Schaumstoffrolle, mit der man das Gewebe am Oberschenkel, im Schulter- oder im Nackenbereich unter Druck setzt, um so mögliche Verklebungen der Faszien aufzulösen.

Ob zur Muskelunterstützung, der optimalen Versorgung bei Belastungen und im Training oder wohltuende Einreibemittel nach einer anstrengenden Wanderung – in Ihrer Rat & Tat Apotheke finden Sie alles, was Sie und Ihre Muskeln brauchen. Fragen Sie beispielsweise nach den schmackhaften ApoLife Eiweiß-Shakes oder ApoLife 23 L-Carnitin, das den Abbau von Körperfett und den Aufbau von Muskeln langfristig fördert. Und auch ApoLife 33 BCAAs (Branched Chain Amino Acids) verbessert mit seinen verzweigtkettigen Aminosäuren die Energiegewinnung der Muskeln und beschleunigt die Regeneration. Ihre Rat & Tat Apothekerinnen und Apotheker beraten Sie hier gerne zu allen Produkten für ein „bewegtes“ Leben in jedem Alter.