Weibliche Hormone

In unserer Serie zu den bekanntesten Hormonen und ihren Aufgaben im menschlichen Körper widmen wir uns dieses Mal jenen Botenstoffen, die speziell für den weiblichen Organismus von größter Wichtigkeit sind und ohne die wesentliche Vorgänge gar nicht möglich wären.

Hormone der Eierstöcke

Hier unterscheidet man zwischen den Östrogenen und den Gestagenen, den sogenannten Gelbkörperhormonen. Letztere werden in der zweiten Zyklushälfte im Gelbkörper bzw. während der Schwangerschaft in der Plazenta produziert. Der wichtigste Vertreter dieser Hormone ist Progesteron, das die Gebärmutterschleimhaut umwandelt, für die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet und die Körpertemperatur erhöht.

Die Bildung der Östrogene hingegen erfolgt im Follikel vor dem Eisprung, wobei an erster Stelle das Östradiol zu nennen ist. Es fördert die Eizellreifung und das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Zudem regt es die Ausbildung der weiblichen Sexualorgane an und prägt die sekundären Geschlechtsmerkmale. Eine weitere Funktion der Östrogene ist das Beenden des Längenwachstums nach einem Wachstumsschub in der Pubertät.

Humanes Choriongonadotropin

Dieses, kurz HCG genannte, Hormon wird im Falle einer Schwangerschaft im Embryo selbst produziert. Es sorgt für die Stimulation des Gelbkörperhormons und den Erhalt der Schwangerschaft. HCG ist übrigens jenes Hormon, das bei Schwangerschaftstests nachgewiesen wird.

Die hormonale Steuerung des menstruellen Zyklus

Am monatlichen Zyklus der Frau, der normalerweise im Alter von 10 bis 14 Jahren beginnt (Menarche) und üblicherweise zwischen dem 48. und 55. Lebensjahr endet (Menopause), sind mehrere Mechanismen und Botenstoffe beteiligt. Dazu zählen das durch den Hypothalamus im Gehirn freigesetzte Gonadotropin Releasing-Hormon (GnRH), das die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) zur Ausschüttung der folgenden Hormone anregt: LH, das luteinisierende Hormon, ist für die Eisprungauslösung sowie die Stimulation des Gelbkörpers verantwortlich, und FSH, das Follikel-stimulierende Hormon, welches das Follikelwachstum im Eierstock stimuliert. Ebenfalls in der Hypophyse wird Prolaktin produziert. Dieses Hormon regt bei der Frau die Milchbildung in der Brust an.

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Dieser Symptomenkomplex betrifft mehr als ein Drittel aller Frauen im gebärfähigen Alter. Die Beschwerden treten meist 7 bis 10 Tage vor der Menstruation auf, können individuell sehr unterschiedlich sein und manche Frauen im Alltag stark beeinträchtigen. Normalerweise enden die Symptome mit dem Einsetzen der Regelblutung, sie können jedoch zum Teil auch in Menstruationsbeschwerden übergehen.

Die möglichen Beschwerden bei PMS sind vielfältig und reichen von Schmerzen und Spannungsgefühl in den Brüsten, der Bildung von Ödemen und Gewichtszunahme über Kopfschmerzen und verstärkte Migräne-Neigung sowie Schmerzen im Rücken und Unterleib bis hin zu Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Hautveränderungen (z. B. Akne).

Ebenso werden Stimmungsschwankungen, Depressionen, Reizbarkeit, Aggressivität, Konzentrations- oder Schlafstörungen und Heißhunger auf Süßes oder Salziges beobachtet.

Positive Einflussnahme

Um Auswirkungen des prämenstruellen Syndroms bereits vorab entgegenzuwirken, sollten Sie einige wesentliche Dinge berücksichtigen. So kann z. B. die Reduktion von gewissen Lebens- und Genussmitteln (Zucker, tierische Fette, Kaffee, Alkohol) positive Effekte haben, ebenso wie eine ausgewogene, ballaststoffreiche und salzarme Ernährung, durch die eine Wassereinlagerung und Gewichtszunahme in der zweiten Zyklushälfte verhindert wird. Auch Nahrungsmittel mit mehrfach ungesättigten Fetten – z. B. Leinöl – wirken sich positiv aus.

Darüber hinaus kann man den weiblichen Körper durch Mikronährstoffe maßgeblich unterstützen. Das Rat & Tat Eigenprodukt ApoLife 5 Vitamin B-Komplex trägt vor allem durch das wichtige Vitamin B6 zur Verbesserung der Stimmungslage bei, und auch Magnesium wirkt Muskelspannungen, Krämpfen und Stimmungsschwankungen entgegen.

Omega-6-Fettsäuren wie in Borretsch- oder Nachtkerzen-Öl können ebenso positive Effekte mit sich bringen wie Mönchspfeffer in Form von Dragees oder Tropfen, der sich zur pflanzlichen Unterstützung bei PMS-Beschwerden sowie bei Zyklusunregelmäßigkeiten bestens bewährt hat. In Ihrer Rat & Tat Apotheke finden Sie nicht nur diese und viele weitere Produkte, welche Sie bei PMS oder Menstruationsbeschwerden optimal unterstützen, sondern auch die beste Beratung zu diesem wichtigen Thema, das so viele Frauen über Jahrzehnte ihres Lebens begleitet.