Zahnpflege

Frühstück, Mittag- oder Abendessen, bei der Jause zwischendurch oder beim Kuchen zum Nachmittagskaffee – ohne sie wäre eine gewohnte Nahrungsaufnahme praktisch unmöglich. Eigentlich ein guter Grund, auf seine Zähne zu achten und sie optimal zu pflegen, doch die Realität sieht leider anders aus.

Ausbaufähig

Um die Zahnpflege ist es Untersuchungen zufolge bei uns eher schlecht bestellt, denn wir Österreicherinnen und Österreicher sind echte Zahnputzmuffel. Bereits im Kindesalter lernt man, dass das Reinigen der Zähne morgens und abends einfach dazugehört. Und doch schafft es nur jede/r Zweite, diese Vorgaben einzuhalten. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt überdies, die Zahnbürste etwa alle drei Monate zu erneuern. Hierzulande geschieht dies allerdings durchschnittlich nur ein einziges Mal im Jahr. Und auch Zahnseide verwenden nur die Wenigsten.

Die Auswirkungen

Obwohl sich eigentlich jeder Mensch über die Folgen unzureichender Zahnpflege bewusst ist, sind wir doch weit davon entfernt, optimal für unsere Zähne zu sorgen. Dabei ließen sich so viele Erkrankungen, wie Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis, und somit auch manche schmerzhafte Behandlung beim Zahnarzt, mit einer regelmäßigen Vorsorge in vielen Fällen ganz einfach verhindern. Und nicht nur das … durch schlechte Zahnhygiene können sich im Mundraum befindliche schädliche Keime vermehren. Gelangen diese über unsere Blutgefäße in den Körper, sind Entzündungen oder sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen möglich.

Karies

Die Oberfläche unserer Zähne ist die härteste Substanz, die im menschlichen Körper zu finden ist. Aber auch dieser Zahnschmelz kann beschädigt werden – durch Bakterien. Sie zerstören die Schutzschicht und arbeiten sich anschließend langsam in die tieferen Regionen vor. Treffen diese „Löcher“ in den Zähnen schließlich auf den Nerv, treten zum Teil starke Schmerzen auf.

Zahnbelag und Zahnstein

Werden die Zähne nicht ausreichend und vor allem nicht regelmäßig gereinigt, bildet sich ein Belag aus Bakterien. Diese Keime vermehren sich gerade bei zucker- und kohlenhydratreicher Nahrung außerordentlich schnell und begünstigen Karies sowie weitere Erkrankungen. In diesem Zahnbelag können sich im Speichel ganz natürlich vorkommende Mineralstoffe ablagern. Der Belag wird somit im Lauf der Zeit mineralisiert, hart und rau – man spricht vom sogenannten Zahnstein.

Zahnfleischentzündung (Parodontitis)

Die bakteriellen Beläge greifen nicht nur den Zahnschmelz an, sondern haben auch negative Auswirkungen auf das Zahnfleisch. Es wird empfindlich, entzündet sich, schwillt an und beginnt leicht zu bluten. Bleibt diese Entzündung unbehandelt, kann sie auf den Zahnhalteapparat übergreifen. Zahnfleisch und zum Teil sogar der Knochen können sich zurückbilden und die Zähne werden locker. Die Parodontitis verläuft im Gegensatz zu Karies in den meisten Fällen schmerzfrei und ist gut zu behandeln, allerdings treten manchmal auch problematische Komplikationen auf. So wurden als Folge z. B. Gefäßerkrankungen oder die Auslösung bzw. Verschlimmerung von Diabetes beobachtet.

Richtiges Zähneputzen

Zu viel ist ungesund … das gilt auch hier. Morgens und abends zu putzen ist genau richtig und völlig ausreichend, da ansonsten die mechanische Belastung und damit der Abrieb zu groß wird. Der optimale Zeitpunkt wäre jeweils ca. 30 Minuten nach dem Essen. Ist das nicht möglich, vorher putzen und nach der Nahrungsaufnahme den Mund mit Wasser ausspülen. Dies empfiehlt sich übrigens auch nach dem Genuss von sauren Getränken wie z. B. Orangensaft.

Verwenden Sie am besten keine Zahnbürsten mit harten Borsten, sondern eher solche mit weichen oder mittleren Eigenschaften. Elektrische Zahnbürsten sind empfehlenswert, aber kein Muss. Zwei Vorteile stellen bei vielen Modellen jedoch die Überwachung der Putzzeit sowie das Warnen bei zu großem Druck dar. Denn wer zu fest putzt, kann dem Zahnschmelz ebenfalls schaden. Um die wichtigen Zahnzwischenräume zu säubern, gibt es mehrere Möglichkeiten. Neben der Anwendung von Zahnseide haben sich Interdentalbürstchen und – speziell bei Zahnspangen – Mundduschen bewährt.

Wie man an der allgemeinen Zahngesundheit sieht, gibt es in Österreich in puncto gründlicher Zahnpflege leider noch einigen Nachholbedarf. In Ihrer Rat & Tat Apotheke bekommen Sie gerade in diesem Bereich neben den geeigneten Zahnpflegeprodukten eine kompetente, ausführliche Beratung, damit Sie nicht nur morgen, sondern noch viele Jahre lang kraftvoll zubeißen können.